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Eheschliessung

Das Recht zur Eheschliessung ist ein höchtspersönliches Recht. Die Ehe kann geschlossen werden, sofern beide Parteien mündig und urteilsfähig sind und keine Ehehindernisse vorliegen. Als Ehehindernisse gelten ein Verwandtschafts- oder Stiefkindverhältnis, eine frühere noch bestehende Ehe und die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern.

Eine zivilrechtlich wirksame Ehe kann nur vor dem Zivilstandesbeamten geschlossen werden. Eine kirchliche Trauung darf erst nach der Ziviltrauung durchgeführt werden.

Der Eheschliessung geht ein Vorbereitungsverfahren am Wohnsitz der Braut oder des Bräutigams voraus. Darin werden die Identität der Brautleute und die Ehevoraussetzungen geprüft.

Die Trauung darf frühestens zehn Tage und spätestens drei Monate nach Abschluss des Vorbereitungsverfahrens stattfinden. Die Brautleute können den Zivilstandeskreis, in dem sie sich trauen lassen wollen, in der ganzen Schweiz frei wählen. Die Trauung ist öffentlich und findet in Anwesenheit zweier mündiger und urteilsfähiger Zeugen statt. Formell vollzogen wird die Trauung durch die übereinstimmenden Willenserklärungen (Ja-Wort) der persönlich anwesenden Brautleute vor dem Zivilstandesbeamten. Unmittelbar nach der Trauung wird ihnen das das Familienbüchlein ausgehändigt. Darin werden alle familiären Änderungen eingetragen.

Den Eheleuten steht es frei, sich auch kirchlich trauen zu lassen, die kirchliche Hochzeit darf jedoch erst nach der Ziviltrauung stattfinden.